Ein Projekt der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS)
Institut für Natursport und Ökologie

      Kooperationspartner des Projekts:

www.dshs-koeln.de/natursport

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Umwelterziehung & Umweltbildung

Seit über 30 Jahren wächst international das Be­wusstsein, dass der Mensch durch seinen Lebensstil die natürlichen Lebensgrundlagen bedroht, ver­schmutzt oder gar vernichtet. Durch die Ausbeutung der Natur zerstört der Mensch über kurz oder lang seine eigenen Existenzgrundlagen. Ein sorgfältiger und sparsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen muss daher ein wesentlicher Baustein von Erziehung und Bildung sein. Auf dieser Idee basiert Umwelterzie­hung und Umweltbildung. Inhaltlich steht dabei der handlungsbezogene Ansatz im Mittelpunkt. Mit ande­ren Worten: Umweltbildung gelingt immer dann am besten, wenn sich die Lernenden aktiv mit Tieren, Pflanzen, Ökosystemen und den vielfältigen Wechsel­wirkungen in Naturräumen beschäftigen und dabei am eigenen Leib erfahren, wie wichtig eine intakte Umwelt für den Menschen ist.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung setzt eine Wirtschaftsweise voraus, die „weltweit die Bedürfnisse der heutigen Generation zu decken vermag, ohne für künf­tige Generationen die Möglichkeit zu schmälern, ihre eigenen Bedürfnisse zu decken.“ (Brundtland-Kommis­sion, 1987). Nachhaltige Entwicklung gelingt nur, wenn die Menschen zukunftsverträglich mit Natur und Ressourcen umgehen. Das geschieht nicht von ungefähr – nachhaltiges Verhalten muss erlernt werden.

Eine „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist mehr als klassische Umweltbildung, denn zur nachhaltigen Ent­wicklung gehört nicht nur der Schutz der natürlichen Ressourcen, sondern gleichberechtigt auch die sozia­le Gerechtigkeit und die Möglichkeit für wirtschaftli­ches Wachstum.

Wesentliche Eckpfeiler einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sind daher globale Gerechtigkeit, die ökonomischen und sozialen Wechselwirkungen zwi­schen Mensch und Natur sowie die Vernetzungen von Umweltschutz und wirtschaftlicher Entwicklung.

Bildung für nachhaltige Entwicklung hat zum einen die Aufgabe, Grundlagenwissen zu vermitteln. Insbesonde­re aber soll sie Kompetenzen für einen nachhaltigen Lebensstil entwickeln und schärfen. Ziel ist es letztend­lich, dem Individuum zu ermöglichen, sein eigenes Leben in einem überschaubaren und begrenzten Umfeld be­wusst und langfristig zukunftsverträglich zu gestalten. Nachhaltiger Lebensstil erfordert Gestaltungskompe­tenz, also die Fähigkeit, Wissen über nachhaltige Ent­wicklung anzuwenden und Probleme einer „falschen“ Entwicklung zu erkennen. Zur Gestaltungskompetenz gehört u. a.:

  •     Weltoffenheit

  •     vorausschauendes Denken und Handeln

  •     gemeinsam mit anderen planen und handeln

  •     an Entscheidungsprozessen partizipieren  

  •     sich selbst motivieren, aktiv zu werden

  •     andere motivieren, aktiv zu werden  

  •     Empathie und Solidarität für Benachteiligte, Arme, Schwache und Unterdrückte zeigen

 

Viele verbinden mit nachhaltigem Lebensstil Konsum­verzicht und Verlust an Lebensstandard. Ein wesentliches Credo ist daher: Wer Nachhaltigkeit ver­mitteln will, muss mit positiv besetzten Begriffen wie „zukunftsfähig“ oder „Mehrwert“ agieren. Dabei sind positive Vorzeigebeispiele überzeugender als jede Theorie. Den erhobenen Zeigefinger ersetzen positive Leitbilder, die Angstszenarien früherer Jahre werden durch Lösungen und Erfolgsgeschichten ausgetauscht.